Der Bus zeichnet sich auf, während du weg bist.
Die KNX-Box ist ein Raspberry Pi, der rund um die Uhr jedes Telegramm mitschreibt und ein eigenes WLAN aufspannt. Eingerichtet wird sie mit der App: QR-Code scannen, fertig. Ohne Home Assistant, ohne Internet, ohne Browser.
Einmal vorbereiten, dann nur noch scannen.
Image und Aufkleber entstehen einmal am Schreibtisch. Auf der Baustelle braucht es danach nur Kabel, Strom und die App.
- Vorbereiten
- Image auf die SD-Karte schreiben (Raspberry Pi Imager, „Eigenes Image“) und die Box einmal starten. Sie legt ihren QR-Code als
knx-box-app.pngauf die SD-Karte: ausdrucken und auf die Box kleben. - Anschließen
- Netzwerkkabel zum Switch am Gateway, dann Strom. Nach etwa einer Minute ist die Box bereit.
- Scannen
- In der App „KNX-Box hinzufügen“ und den Aufkleber scannen. Die App tritt dem WLAN der Box bei, koppelt sich, stellt die Uhr und sucht das Gateway. Gibt es genau eins, ist es gleich eingestellt, und die Box zeichnet auf.
- Ohne App
- Ohne App geht es auch: Der zweite QR-Code (
knx-box-wlan.png) verbindet mit dem WLAN der Box, dann im Browserknx-box.localmit dem Box-Passwort öffnen.
Was die App für dich auf die Box legt.
Alles, was die Box wissen muss, kommt aus der App. Du musst nichts kopieren.
- Gateway
- Findet die Box an ihrem Kabel selbst; bei mehreren wählst du in der App.
- ETS-Projekt
- Importierst du in der App, legt sie es auch auf die Box. Dann kennt die Box Namen, Datentypen und den Zeitgeber.
- Keyring
- Für KNX Secure ebenso: Die Box zeichnet gesicherte Telegramme lesbar auf.
- Verlauf
- Zeigt die App direkt von der Box, Tag für Tag, mit Wiedergabe und Export.
- Speicher
- Auf einer USB-SSD mit dem Namen
KNXBOXDATA, sonst auf der SD-Karte. Bei fünf Telegrammen pro Sekunde roh etwa 43 MB am Tag.
Startet von selbst, hört nicht auf.
Sobald ein Gateway eingestellt ist, zeichnet die Box auf. Es gibt nichts zu starten und nichts zu vergessen.
- Dauerbetrieb
- Ein Tunnel bleibt offen, jedes Telegramm landet in einer Tagesdatei, auch wenn kein Gerät verbunden ist.
- Uhr
- Ohne Internet: Die Box stellt ihre Uhr nach dem iPhone oder iPad, das sich verbindet, oder nach dem KNX-Zeitgeber auf der Linie (DPT 19.001, 10.001 + 11.001).
- Bis dahin
- Zeichnet die Box schon auf und ordnet die Zeit nachträglich zu. Oder sie wartet, wenn du „Erst aufzeichnen, wenn die Zeit stimmt“ einschaltest.
- Stromausfall
- Nach dem Neustart verbindet sich die Box wieder und schreibt weiter; verloren gehen höchstens die letzten Sekunden.
- Aufbewahrung
- Standardmäßig sieben Tage, bis zu zehn Jahre.
- Pausieren
- Gibt den Tunnel frei, etwa wenn die ETS den einzigen Platz am Gateway braucht.
Heute über IP, künftig direkt am Bus.
Heute hängt die Box per Netzwerkkabel am KNX-IP-Gateway oder IP-Router. Künftig soll sie auch direkt an der Linie sitzen: mit einer Busklemme, ganz ohne IP-Gateway.
- IP (heute)
- KNXnet/IP-Tunnel oder Routing, auch KNX IP Secure. Die Box belegt einen Tunnelplatz am Gateway.
- TP (geplant)
- Busklemme an der Linie, ein TP-UART-Modul per USB (etwa busware TUL). Kein Gateway nötig, kein Tunnelplatz belegt.
- Busmonitor
- Über TP sieht die Box auch, was ein Tunnel nie zeigt: Quittungen (ACK, NAK, BUSY) und Wiederholungen.
- Adresse
- Zum Mithören braucht die Box keine physikalische Adresse und keine ETS-Programmierung.
- Stand
- In Arbeit, siehe Issue auf GitHub.
Was in den Koffer gehört.
- Rechner
- Raspberry Pi 5 mit 2 oder 4 GB, ein Pi 4 geht auch
- Uhr
- Empfohlen: der RTC-Akku für den Pi 5 bzw. ein DS3231-Modul für den Pi 4. Dann stimmt die Zeit schon vor dem ersten iPhone.
- Strom
- Netzteil mit 27 W (USB-C); schwächere führen unter Last zu Abstürzen
- Speicher
- USB-SSD oder NVMe, 128 GB reichen für Jahre
- Rest
- Gehäuse mit Lüfter, Netzwerkkabel, ein Aufkleber für den QR-Code; künftig eine Busklemme mit TP-UART-Modul
Eine Vorschau, ehrlich gesagt.
Das Image wird automatisch gebaut und läuft in der Testumgebung. Auf echter Hardware an einer echten Baustelle hat es noch niemand geprüft. Meldungen dazu sind sehr willkommen.
- App
- Eingerichtet wird die Box mit der App, die in den nächsten Wochen erscheint. Bis dahin geht es ohne App über den Browser (siehe Einrichten).
- Gateway
- Ein Gateway mit fester Adresse direkt am Kabel der Box geht noch nicht; dafür braucht es den Switch.
- WLAN
- Selbst beitreten kann die App auf iPhone, iPad und Android ab Version 10; sonst einmal in den Einstellungen.
- Alarme
- Ohne Internet gibt es keine Mitteilungen aufs Handy.
- Rückmeldung
- Fehler und Erfahrungen gern als Issue auf GitHub.
Häufige Fragen zur Box
Brauche ich einen PC?
Nur einmal am Schreibtisch: zum Schreiben des Images und zum Ausdrucken des QR-Codes. Auf der Baustelle reicht die App.
Brauche ich Home Assistant?
Nein. Die Box ist dieselbe Software wie das Home-Assistant-Add-on, nur als eigenes Gerät. Wer Home Assistant hat, nimmt besser das Add-on.
Belegt die Box einen Tunnel am Gateway?
Über IP ja, genau einen, rund um die Uhr. Alle iPhones und iPads im WLAN der Box teilen sich diesen Tunnel. Braucht die ETS den einzigen freien Platz, pausierst du die Box. Mit der Busklemme (geplant) entfällt das.
Kommen Geräte im WLAN der Box ins Kundennetz?
Nein. Die Firewall trennt das WLAN der Box vom Netz am Kabel. Nur wer in knx-box.txt INTERNET_SHARING=yes setzt, gibt den Geräten im WLAN Zugang nach draußen.
Was passiert, wenn jemand die Box mitnimmt?
Wer den Aufkleber hat, kann sich koppeln. Ändere das Box-Passwort in der App unter Box-Einstellungen; danach koppelt der Aufkleber keine neuen Geräte mehr. Dort sperrst du auch Geräte, die du nicht mehr brauchst.
Darf ich den Bus in einem bewohnten Haus mitschneiden?
Ein Busmitschnitt zeigt, wann jemand da ist. Sprich das mit den Bewohnern ab und stell die Aufbewahrung so kurz wie möglich ein.